| Artisteer: Templates für Joomla, WordPress, Drupal und mehr |
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Wer seinem Blog oder seiner Webseite ein persönliches Outfit geben will, erhält mit Artisteer ein Werkzeug, das Vorlagen für Content-Management-Systeme wie Joomla oder die Blogging-Software WordPress erstellen hilft. Mit Artisteer – gesprochen „Art I steer“ – können Eilige und Nicht-Programmierer ihren Webseiten einen individuellen Anstrich geben. Artisteer erlaubt das Erstellen von Templates für mehrere Open-Source-CMS. Es setzt keine Kenntnisse in CSS, PHP, HTML oder anderen Webtechniken voraus. Als Zielgruppe für sein Werkzeug sieht der Hersteller Extensoft außer Anwendern selbstständige Webdesigner, die auf der Basis von Artisteer kommerzielle Templates anbieten können, was das Unternehmen ausdrücklich erlaubt. Aufpassen müssen sie allerdings hinsichtlich Urheberrecht bei der Verwendung von Artisteer-eigenen Fotos. Das kommerzielle Produkt gibt es seit 2008, zunächst nur für WordPress und HTML. Mittlerweile unterstützt die seit November 2009 verfügbare Version 2.3 darüber hinaus die CMS-Systeme Joomla und Drupal sowie Googles Blogger (www.blogspot.com ) und DotNetNuke. Weiterhin lassen sich Developer-Templates im HTML-Format, als ASP.Net-Applikation oder für CodeChargeStudio erstellen. Export in diverse SystemeExtensoft liefert Artisteer in zwei Varianten aus: Als Home- und Academic-Edition (49,95 US-$) sowie als Standard-Edition (129,95 US-$). Nur Letztere bietet den vollen Funktionsumfang und den Export in sämtliche hier genannten Systeme (siehe den Kasten „Daten und Preise “). Grundlage für den vorliegenden Artikel ist Version 2.3 unter Windows Vista. Im Mittelpunkt des Tests stand die Frage, ob und wie man Vorlagen für einige der versprochenen CMS- und Blog-Systeme erstellen, exportieren und in die Website integrieren kann. Genauer hat die Autorin das Zusammenspiel mit Joomla geprüft. Das Installieren läuft wie üblich und funktioniert reibungslos. Beim Start des Programms muss man sich zunächst entscheiden, für welches Zielsystem man entwickeln will. Diese Entscheidung ist aber nicht endgültig, denn der Nutzer kann das gewünschte Zielsystem während der Artisteer-Session und später jederzeit ändern. Wichtig ist die Wahl deswegen, weil Artisteer bei einzelnen Menüpunkten spezifische Funktionen für das jeweilige Zielsystem anbietet. Anschließend öffnet sich eine gut strukturierte Oberfläche, die eine intuitive Bedienung des Werkzeugs erlaubt. Wobei man bei den schier unendlichen Einstellungen schon einmal etwas probieren muss oder einen Blick in die Online-Hilfefunktion werfen sollte. Den Kern der Navigation bildet die waagerechte Leiste des Hauptmenüs mit den folgenden elf Punkten: Ideen, Farben & Fonts, Layout, Hintergrund, Seitenstruktur, Kopfbereich, Menüstil, Beiträge, Blöcke, Schaltflächen und Fußbereich. Es ergibt keinen Sinn, auf alle Menüpunkte einzugehen, da man sich eine Trial-Version unverbindlich anschauen kann. Sie bietet den vollen Funktionsumfang, macht aber das exportierte Template nach dem Export durch Wasserzeichen unbrauchbar. Wichtig für eine individuelle Webseite ist der „Kopfbereich“. Neben Höhe und Breite kann der Nutzer eine Mischung aus Hintergrund- und Vordergrundfoto, Texturen und den Schriftzug für den Namen der Site samt Unterzeile zusammenstellen. Die Bilder lassen sich im Kopfbereich durch Hin- und Herschieben positionieren, ihre Farbe in Richtung grau verändern oder spiegelverkehrt verdrehen. In „Menüstil“ lässt sich die Verwendung von Dropdown-Menüs einstellen, Mehrfachebenen genannt. Um sie nutzen zu können, sind noch Einstellungen im jeweiligen Ziel-CMS erforderlich. Auf Joomla bezogen muss der Designer diese Einstellung auch im Backend des CMS aktivieren, damit er sie nutzen kann. Konkret muss die Funktion „Always show sub-menu items“ bei den Modul-Parametern des Top-Menüs einen Haken bekommen. Welche Einstellungen die jeweiligen Ziel-Systeme brauchen, dokumentiert die Website des Werkzeugs. Des Weiteren präsentieren Dialogboxen unter zahlreichen Menüpunkten Einstellungen in zusammengefasster Form, was den Designer unterstützt. Parameter kann er stufenlos verschieben. Die .artx-Arbeitsdatei bildet die Grundlage für den Export in die unterschiedlichen genannten Zielsysteme. Vorher kann der Nutzer noch im Menüpunkt „Exportfunktionen“ einige Einstellungen vornehmen, darunter Eigenschaften wie Name und URL des Erstellers, Tags, eine Beschreibung sowie einige wenige Sondereinstellungen für das jeweilige CMS. So können Joomla-Nutzer einen eigenen internen Positions-Namen für das Top-Menü generieren. Festlegen lässt sich hier auch, ob das Template ein Wasserzeichen tragen soll. Gedacht ist das für Trial-Versionen in kommerziellen Artisteer-Projekten. So können potenzielle Kunden erstellte Templates schon einmal zur Ansicht und zum Ausprobieren bekommen. Wer kein spezielles CMS nutzt, kann das Design als HTML-Format exportieren. Neben Joomla, WordPress und Drupal bietet Artisteer Exports in Google-Blogger und in Formate für Nutzer, die mit den Systemen CodeCharge Studio, Dreamweaver und MS Visual Studio arbeiten. Hier kann das Design nach Herstellerangaben als HTML-Template oder als Visual-Studio-C#-Projekt exportiert werden. Die Exportfunktionen in Joomla 1.5, Drupal, WordPress und Googles Blogger funktionieren klaglos und ließen sich auf dem für das jeweilige System gewohnten Weg aktivieren. Rund um das Werkzeug haben sich unter www.artisteer.com und im deutschsprachigen Artisteer-Portal unter www.artisteerportal.de Communities gebildet. Andere Unternehmen entwickeln kommerzielle Werkzeuge, die die Nutzung von Artisteer weiter ausbauen. So bietet das Unternehmen Techline (www.techline.de ) einen Template-Konverter (10 Euro), der Artisteer-Vorlagen in Templates für die CMS Xoops und e107, für die Dating-Plattform osDate sowie die Open-Source-Shop-Systeme osCommerce und XT:Commerce konvertiert. Als Ergänzung hat Extensoft im Dezember einen Artisteer 2.3 Candidate für den Macintosh zum Download angekündigt. |








